
SO FUNKTIONIERT DER VIIEW CREATIVE ANALYZER TECHNISCH
Ein CTV-Spot kann kreativ stark sein – und trotzdem bei einer Streaming-Plattform abgelehnt werden. Der Grund: Jede Plattform hat eigene Anforderungen an Dateiformate, Spotlängen, Safe Zones, Audio, Inhalte und Werberichtlinien.
Genau hier setzt der Creative Analyzer von viiew an. Nutzer laden ihren Spot einmal hoch, wählen die relevanten CTV-Plattformen aus und erhalten eine automatisierte Analyse möglicher technischer und inhaltlicher Probleme. Doch was passiert technisch im Hintergrund?
Eine zentrale Datenbasis für unterschiedliche Plattformregeln
Die Grundlage des Creative Analyzers ist eine strukturierte Datenbasis mit den Anforderungen der unterstützten CTV-Plattformen. Darin werden unter anderem Informationen zu folgenden Bereichen gepflegt:
- unterstützte Video- und Audioformate
- Auflösung und Seitenverhältnis
- Bitrate und Framerate
- maximale Dateigröße
- erlaubte Spotlängen
- Audio- und Loudness-Anforderungen
- Safe Zones
- eingeschränkte oder verbotene Werbekategorien
- plattformspezifische Creative-Regeln
- Links zu offiziellen technischen Spezifikationen und Werberichtlinien
Warum ist das notwendig?
Weil es keinen einheitlichen CTV-Standard für Creatives gibt. Ein Spot, der auf einer Plattform problemlos akzeptiert wird, kann bei einer anderen Plattform gegen technische Vorgaben oder Creative Policies verstoßen. Der Creative Analyzer übersetzt diese unterschiedlichen Anforderungen deshalb zunächst in ein strukturiertes Regelwerk.
Schritt 1: Der Nutzer bestimmt den Prüfrahmen
Die Analyse beginnt mit zwei Informationen:
Der Nutzer lädt sein Video hoch und wählt aus, für welche Streaming-Plattformen der Spot geprüft werden soll.
Dadurch muss nicht pauschal gegen sämtliche verfügbaren Regeln geprüft werden. Stattdessen wird für jede Analyse genau das Regelwerk zusammengestellt, das für die ausgewählten Plattformen relevant ist.
Wählt ein Nutzer beispielsweise Prime Video, Netflix, RTL+ und YouTube CTV aus, werden die jeweiligen technischen Spezifikationen, Safe Zones und Content Policies dieser vier Plattformen berücksichtigt.
Schritt 2: Aus Plattformdaten entsteht ein individuelles Regelwerk
Im nächsten Schritt erstellt das System dynamisch die Grundlage für die KI-Analyse.
Dafür werden allgemeine Prüfanweisungen mit den Regeln der ausgewählten Plattformen kombiniert. Dazu gehören beispielsweise:
Das bedeutet: Die KI erhält nicht einfach nur den Auftrag „Prüfe dieses Video“.
Sie bekommt einen möglichst klar definierten Prüfrahmen, der auf den dokumentierten Anforderungen der jeweiligen Plattformen basiert.
Diese Grounding-Schicht ist ein wichtiger Bestandteil des Systems. Sie soll dafür sorgen, dass die Analyse auf konkreten Plattformregeln basiert und nicht ausschließlich auf allgemeinem KI-Wissen.
Schritt 3: KI analysiert Video und Audio
Anschließend wird der Spot zusammen mit dem erzeugten Regelwerk an ein multimodales KI-System übergeben.
Dieses kann sowohl visuelle Informationen aus dem Video als auch Bestandteile der Audiospur analysieren. Dadurch lassen sich unter anderem eingeblendete Texte, Logos, gesprochene Aussagen und bestimmte inhaltliche Elemente bewerten. Die Analyse findet dabei auf mehreren Ebenen statt.
Drei unterschiedliche Prüfebenen
Technisch betrachtet trennt der Creative Analyzer die Analyse in drei Bereiche.
1. Technische Anforderungen
Hier geht es um möglichst objektiv überprüfbare Eigenschaften des Assets anhand der Metadaten. Beispielsweise:
Viele dieser Kriterien lassen sich direkt mit den hinterlegten Spezifikationen vergleichen.
2. Visuelle und räumliche Anforderungen
Die zweite Ebene betrifft die Positionierung wichtiger Elemente innerhalb des Videos.
Plattformen definieren teilweise unterschiedliche Safe Zones. Logos, Texte oder rechtliche Hinweise sollten bestimmte Bildschirmbereiche deshalb nicht verlassen.
Die Analyse prüft, wo sich diese Elemente im Video befinden, und gleicht ihre Position mit den hinterlegten Safe-Zone-Regeln der ausgewählten Plattform ab.
Gerade bei CTV ist das relevant, da Player-Elemente oder Overlays Teile des Bildschirms verdecken können.
3. Inhaltliche Richtlinien
Die komplexeste Ebene betrifft die eigentlichen Advertising Policies. Hier prüft das System beispielsweise auf:
- eingeschränkte Produktkategorien
- verbotene Inhalte
- bestimmte Claims
- Wettbewerberreferenzen
- plattformspezifische Formulierungen
- problematische visuelle Elemente
- weitere Creative-Policy-Anforderungen
Diese Prüfung unterscheidet sich bewusst von der rein technischen Validierung.
Ob eine Spotlänge zulässig ist, lässt sich vergleichsweise eindeutig feststellen. Ob eine Szene gegen eine inhaltliche Werberichtlinie verstößt, kann dagegen Interpretation erfordern.
Deshalb versteht sich der Creative Analyzer hier als automatisierte Vorprüfung – nicht als Ersatz für die finale Freigabe durch die jeweilige Plattform.
Step 4: Strukturierte Ergebnisse statt Black Box
Nach der Analyse entsteht kein unstrukturierter Freitext, sondern ein klar aufgebauter Report.
Für jede ausgewählte Plattform können unter anderem folgende Informationen ausgegeben werden:
- der voraussichtliche Compliance-Status
- mögliche Verstöße
- die entsprechende Kategorie
- eine Beschreibung des Problems
- der relevante Zeitpunkt im Video
- die Einschätzung der Schwere
- ein Verweis auf die passende Richtlinie
So wird aus einer komplexen technischen Analyse ein Ergebnis, mit dem Creative-, Media- und Produktionsteams direkt arbeiten können.
Ein Problem soll also nicht nur als „möglicherweise nicht compliant“ markiert werden. Nutzer sollen möglichst nachvollziehen können, was, wo und warum problematisch sein könnte.
Warum aktuelle Plattformdaten entscheidend sind
Eine besondere Herausforderung bei einem solchen System ist nicht nur die Analyse selbst, sondern die Pflege des zugrunde liegenden Regelwerks. Streaming-Plattformen ändern technische Spezifikationen, Werberichtlinien oder Hilfeseiten.
Deshalb basiert der Creative Analyzer auf einer zentral gepflegten Datenstruktur, deren Quellen regelmäßig überprüft werden. Änderungen können identifiziert, mit dem bestehenden Datenbestand verglichen und geprüft werden, bevor die zugrunde liegenden Regeln aktualisiert werden.
Denn für den Creative Analyzer gilt: Eine KI-Analyse kann nur so zuverlässig sein wie die Regeln und Daten, auf deren Basis sie arbeitet.
KI als Unterstützung – nicht als finale Freigabeinstanz
Der Creative Analyzer soll einen Prozess beschleunigen, der heute häufig noch manuell erfolgt: Spezifikationen suchen, PDFs vergleichen, Plattformrichtlinien lesen und den Spot anschließend einzeln dagegen prüfen.
Die Kombination aus strukturierter Plattformdatenbank und multimodaler KI ermöglicht es, diesen Prozess zu automatisieren und potenzielle Probleme bereits vor der Einreichung des Creatives sichtbar zu machen.
Trotzdem bleibt ein wichtiger Punkt: Der Creative Analyzer gibt eine automatisierte Einschätzung. Die finale Entscheidung über die Zulassung eines Werbemittels liegt weiterhin bei der jeweiligen Streaming-Plattform.
Genau darin liegt der Ansatz des Tools: Probleme möglichst früh erkennen, unnötige Ablehnungen reduzieren und Creative-, Media- und Produktionsteams dabei unterstützen, CTV-Spots effizienter für unterschiedliche Plattformen vorzubereiten.
Feedback willkommen
Der Creative Analyzer wird kontinuierlich weiterentwickelt. Wenn dir etwas auffällt, dir eine Funktion fehlt oder du Verbesserungsvorschläge hast, freuen wir uns über dein Feedback.
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Einfach selbst ausprobieren
Du möchtest wissen, wie dein eigener Spot abschneidet? Dann teste den Creative Analyzer direkt und prüfe dein Creative gegen die Anforderungen der für dich relevanten CTV-Plattformen.